Neubau Dienstgebäude Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

Objekt

Architektur

Das neue Dienstgebäude des Außenbezirkes Stade des Wasser-und Schifffahrtsamtes Hamburg liegt an der Salztorschleuse in Stade und ordnet sich mit seiner äußeren Erscheinungsform harmonisch in die Umgebung mit denkmalgeschützten Gebäuden ein. Das Ensemble gliedert sich in ein zweigeschossiges Hauptgebäude und ein eingeschossiges Werkstattgebäude. Beide Gebäudeteile gruppieren sich um den Betriebshof und sind durch ein Eingangsfoyer verbunden. Das Verwaltungsgebäude ist in Massivbauweise mit Klinkerfassade errichtet worden. Für das Werkstattgebäude wurde die nachhaltige Holzbauweise gewählt. Mit seiner Fassade aus thermomodifiziertem Fichtenholz und den großen transparenten Toren präsentiert es sich als eine zeitgenössische Variante eines klassischen Bootshauses.

Konstruktion

Das Werkstattgebäude ist in Holzbauweise errichtet worden. Die Sparren wurden auf den Außenwänden, zwei Mittelpfetten sowie der Firstpfette aufgelegt. Außen- und Querwände sind in Holztafelbauart ausgeführt. Als Witterungsschutz haben die Außenwände eine offene hinterlüftete Fassade erhalten. Vertikale Leisten mit unterschiedlichen Breiten erzeugen zusammen mit der offenen, 1,5 cm breiten Fuge eine kontrastreiche Rhythmisierung der Gebäudehülle, die die äußere Gliederung des benachbarten Klinkergebäudes aufnimmt. Im Innenraum erzeugen sichtbar eingesetzte OSB-Platten eine warme Atmosphäre. Schmale, liegende Fenster auf Augenhöhe lassen Licht hinein und bieten ausreichend Abstellfläche an der Wand. Es wurden 40 Vollverdrängungspfähle bis 13 Meter Tiefe für die Gründungsarbeiten gesetzt.

Energie

Die Gründungspfähle tragen durch ihre geothermische Aktivierung und in Kombination mit der Wärmepumpe zu einer nachhaltigen Energiegewinnung bei. Das Innere der Werkstatt ist mit einer flächendeckenden Fußbodenheizung sowie Deckenstrahlplatten ausgestattet. Die einzelnen Bauteile wurden als Passivhausbauteile ausgeführt. Für die Fassade wurde regionales Fichtenholz verwendet. Im Sinne eines ganzheitlichen ökologischen Konzepts wurde hierfür thermisch modifiziertes Holz gewählt. Dieses verfügt über eine lange Lebensdauer und hohe Witterungsbeständigkeit sowie Schutz vor Schimmel- oder Fäulnisbildung. Die durch die natürliche Verwitterung entstehende Optik unterstreicht den Standortcharakter in dieser direkten Uferlage.

Objektdaten

  • Nutzungsart: Bürogebäude und Werkstatt
  • Projektart: Neubau
  • Fläche BGF: ca. 794 m²
  • Kubatur BRI: ca. 3.495 m³
  • Energiestandard: EnEV 2014
  • Heizwärmebedarf: 23,1 kWh / (m²a)

Bauweise

  • Wände / Hülle: Holztafelbau / Fassade TMT Fichte
  • Decke: Unterdecken OSB
  • Dach: Holzsparrendach, Dachstein

Baujahr

2019

Adresse

Beim Salztor 10
21682 Stade
Deutschland

Bauherrschaft

Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Hamburg

Moorweidenstraße 14
20148 Hamburg
Tel. 040 44110232
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Architektur

andreas schneider architekten

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Tragwerksplanung

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